Behandlungsmethoden
Akupunktur

Die Akupunktur ist eine der bekanntesten Behandlungsmethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin und wird seit über zweitausend Jahren angewendet.
Nach dem Verständnis der chinesischen Medizin durchziehen sogenannte Meridiane den Körper. Entlang dieser Leitbahnen befinden sich Akupunkturpunkte, über die der Fluss des Qi beeinflusst und das Gleichgewicht von Yin und Yang hergestellt werden soll.
Bei der Akupunktur werden sehr feine Nadeln an ausgewählten Punkten des Körpers gesetzt. In meiner Praxis verbinde ich chinesische und japanische Akupunkturtechniken, da beide Traditionen ihre eigenen Besonderheiten haben und sich für mich auf wertvolle Weise ergänzen.
Besonders die japanische Akupunktur zeichnet sich häufig durch sehr feine, sanfte und präzise Behandlungstechniken aus. Dazu gehört auch das Teishin, ein kleines Stäbchen, häufig aus Silber oder Gold, das anstelle einer Akupunkturnadel verwendet wird, ohne die Haut zu durchstechen.
Moxibustion
Die Moxibustion, auch Moxa genannt, ist eine jahrtausendealte Behandlungsmethode der chinesischen und japanischen Medizin. Dabei wird getrockneter, fein aufbereitetes Beifußkraut (Artemisia) zum Glimmen gebracht, um ausgewählte Akupunkturpunkte oder bestimmte Körperregionen gezielt mit Wärme zu behandeln.
Nach dem Verständnis der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Moxa eingesetzt, um Kälte zu vertreiben, das Yang zu stärken und Qi sowie Blut zu tonisieren. Traditionell findet sie auch bei Erschöpfungszuständen, Muskelverspannungen und unterschiedlichen Schmerzbildern Anwendung.
Moxibustion kann sowohl ergänzend zur Akupunktur als auch eigenständig, anstelle einer Nadelbehandlung, angewendet werden. Dabei kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz, darunter das besonders feine japanische Reiskornmoxa oder direkte und indirekte Moxibustion wie zum Beispiel der Moxakegel und das Nadelmoxa.
Schröpfen
Beim Schröpfen werden spezielle Schröpfgläser auf die Haut gesetzt, in denen ein Unterdruck erzeugt wird. Dadurch werden die Haut und das darunterliegende Gewebe sanft angehoben. Bei der Schröpfmassage werden die Gläser mit etwas Öl langsam über die Haut bewegt.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Schröpfen eingesetzt, um den Fluss von Qi und Blut anzuregen, Stagnationen zu lösen und das innere Gleichgewicht zu fördern. Traditionell findet es Anwendung bei Rückenbeschwerden, Muskelverspannungen sowie zur Unterstützung der körpereigenen Abwehrkräfte, beispielsweise bei wiederkehrenden Infekten.
Qi Gong Tuina
Qi Gong Tuina ist eine besonders sanfte und achtsame Behandlungsmethode der chinesischen Medizin, bei der die feine Wahrnehmung der inneren Prozesse des Körpers im Mittelpunkt steht.
Eine wesentliche Grundlage bildet das bewusste „Reinhören“ in den Körper. Dabei handelt es sich nicht um ein gewöhnliches Hören, sondern um das feinfühlige Wahrnehmen der Qi-Bewegungen, ihrer Rhythmen und Veränderungen. Durch ruhigen, achtsamen Kontakt wird diesen Bewegungen aufmerksam gefolgt, ohne dem Körper etwas aufzuzwingen.
Nach dem Verständnis der chinesischen Medizin können auf diese Weise Disharmonien im Qi wahrgenommen und seine harmonische Bewegung unterstützt werden. Die Behandlung ist geprägt von Ruhe, Aufmerksamkeit und einer besonders feinfühligen Form der Körperarbeit.
Engaging Vitality
Engaging Vitality verbindet die Grundlagen der ostasiatischen Medizin mit feinfühligen Untersuchungstechniken, die unter anderem aus der Osteopathie stammen. Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit, durch achtsame Berührung die feinen Bewegungen und Rhythmen des Körpers wahrzunehmen.
Diese besondere Form der Wahrnehmung ermöglicht es, Akupunkturpunkte nicht allein anhand ihrer traditionellen Wirkungsweisen auszuwählen, sondern auch die unmittelbaren Reaktionen des Körpers in die Behandlung einzubeziehen. So kann die Akupunktur besonders präzise auf jeden einzelnen Menschen abgestimmt werden. Dabei steht nicht ein festgelegtes Behandlungsschema im Vordergrund, sondern das, was der Körper im jeweiligen Moment zeigt.
Ernährung
In der Traditionellen Chinesischen Medizin gilt die Ernährung als wichtiger Bestandteil der Gesundheit und des Wohlbefindens. Dabei spielt nicht nur eine Rolle, was wir essen, sondern auch, wann wir essen, wie unsere Mahlzeiten zubereitet werden und wie die einzelnen Lebensmittel auf unseren Körper wirken.
Ziel ist es, durch eine bewusste und ausgewogene Ernährung das innere Gleichgewicht zu fördern und die Ernährung an die individuellen Bedürfnisse anzupassen. Dabei stehen keine strengen Regeln oder kurzfristigen Diäten im Vordergrund, sondern eine alltagstaugliche und langfristig umsetzbare Ernährungsweise, die den Körper bestmöglich unterstützt.
